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Wollen, Können,
und das auch gerne tun Ernst Kronreif: Wirt und Tourismuschef |
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Aus - Hallo - das Hallein Magazin, Juli 2006 - von Alois Frauenhuber
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Seit drei Jahren leitet Ernst Kronreif den Tourismusverband Hallein. Erfolgreich, wie viele meinen. Der Stil im Verband hat sich seither gewaltig geändert, manch verschlafene Entwicklung wurde zu neuem Leben erweckt. Mit seinem Team hat Kronreif viele neue Akzente gesetzt. Kommt jetzt die Zeit der Ernte?
Der Mann aus dem Wirtshaus am Hohlweg sieht Hallein nicht ganz so eng. Bürokratische Konzepte sind nicht das seine. Er rudert schon auch mal gerne gegen den Strom von einem Salzachufer zum anderen. Visionen wie zu früheren Zeiten entsprechen eben nicht der Wirklichkeit, die wirkliche Geschichte der Stadt samt ihren Wurzeln birgt so viele wunderbaren Möglichkeiten. Ernst Kronreif aus Taxach bei Hallein hat schon früh im Hause seiner Eltern vom Zupacken und Mitmachen gelernt. Schon Mutter Ida Kronreif war für ihre Küche weit und breit bekannt. Auch der Vater strotzte von unternehmerischem Geist. Er war Mitbegründer beim Mattighofener Motorradhersteller KTM, Kronreif und Trunkenbolz. Vater Kronreif starb früh, doch Mutter Ida brachte die Familie und das Wirthaus am "Hohlweg zu Taxach" mit ihrer Kochkunst nicht nur über die Runden, sie erwarb sich bald jenen legendären Ruf, der bis heute andauert. Noch immer schwärmen alte Genießer von Idas Butternockerln und dem legendärem Bauernbratl`. Sohn Ernst besuchte die Hotelfachschule in Gastein, eine Grundlage für seinen späteren Weg. Erst ging ins Ausland. Der Schwarzwald, Grenoble, Lausanne waren seine ersten Ziele. In Griechenland lernte er gar die Künste eines mediterranen Gemüsebauers kennen. In Persien und Afghanistan den Einblick in asiatische Kulturen. Dienst beim Österreichischen Bundesheer, Rezeptionist beim Friesacher in Anif, und weiter ging es nach Wien, wo er mit seinen erst 25 Jahren einen Betrieb mit 40 Mitarbeitern leitete. In der europäischen Gourmetregion Elsass sog er die Raffinesse der klassisch-europäischen Küche bei renommierten Köchen in sich auf. Eine lehrreiche Zeit, die später im eigenen Betrieb besonders wertvoll werden sollte. Doch das Fernweh bohrte weiter. Er ging nach Amerika. Der Tatendrang trieb ihn in alle Ecken und Enden der USA. Im Bundesstaat Kansas stampfte es quasi aus dem Nichts ein Restaurant in kürzester Zeit aus dem Boden. Typisch Ernst Kronreif: Zum Start stand ein Ofen und ein Kühlschrank zur Verfügung, bereits ein Monat später wurde eröffnet. Zurück nach Hause übernahm er 1988 den elterlichen Betrieb, die alte Poststation, den Gasthof Hohlwegwirt. Und wieder gelang es ihm in kurzer Zeit, neuerlich einen renommierten Tempel für Genießer aus dem gediegenen Wirthaus zu machen. Nicht ganz leicht, hatte ihm Mutter Ida doch so einiges an kulinarischen Ruf vorgelegt. Dem guten Ruf des Hauses folgten schon so manche Prominente. Der Hohlwegwirt begrüßte in seinem Gourmettempel die beliebtsten Schauspieler, Sänger, Autoren und Politiker. Darunter große Namen wie Peter Alexander, Fritz Muliar, Konsalik, Anna Netrebko, und viele andere Sänger und Schauspieler die man von den Salzburger Festspielen kennt. Hannes Androsch gehörte ebenso zu seinen Gästen wie Toni Sailer, der 3-fache Olympiasieger. |
In "Amtlicher" Mission als Tourismus-Vorsitzender, und
... berühmt für seine hausgemachten Pasteten und Terinnen...
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Hohlwegwirt Ernst Kronreif ist der Vorsitzende des Tourismusverbandes Hallein, ehrenamtlich, versteht sich. Er will mehr Gäste, Touristen und Kunden in die Keltenstadt Hallein bringen. Die Leute sollten auch einige Tage hier bleiben um die besonderen Attraktionen Halleins zu genießen. Da ist einmal die historische Altstadt mit dem Keltenmuseum, das Salzburgerwerk am Dürrnberg, und nicht zuletzt fand einer der ganz Großen Namen hier in Hallein seine letzte Ruhestätte. Franz Xaver Gruber, der Komponist des berühmtesten Weihnachtsliedes, wahrscheinlich eines der berühmtesten Lieder überhaupt. Ein Schatz für die Stadt Hallein den er zu heben gedenkt. Lebte der geniale Schöpfer immerhin fast 30 Jahre hier, das Wohnhaus und seine persönlichen Dingen sind hier zu sehen, und hier liegt er vor seinem Wohnhaus begraben. Gerade die Einmaligkeit des Liedes Stille Nacht mit ihrem Schöpfer wurde in Hallein in den vergangenen Jahrzehnten nicht richtig erkannt. Das soll anders werden. Kronreif nimmt als Halleiner Verbandchef an einer Arbeitsgruppe der Stille Nacht-Orte Oberndorf, Arnsdorf, Wagrain und Mariapfarr teil und will gemeinsam mit der Salzburg Land-Tourismus Gesellschaft die touristischen Möglichkeiten um Stille Nacht nützen. F.X.Gruber soll als wichtiges touristisches Standbein entwickelt werden. Den Verband hat Kronreif mit einem Minus von 100.000 Euro übernommen. Jetzt verfügt man im Halleiner Verband nach ein paar Jahren und spitzem Rechenstift wieder über einen vernünftigen Polster, um an so manche Aufgaben herangehen zu können. Dem Halleiner Wahrzeichen, dem "Salzträger", soll auch ein historisches Salzschiff folgen, und einen würdigen Platz für eine F.X. Gruber Statue kann sich Kronreif am Brückenkopf, inmitten der Stadtbrücke vorstellen. Eine wichtige Aktivität sollte im Jahr 2010 ein "Keltenjahr" sein, das gemeinsam mit dem Keltenmuseum organisiert werden soll. Damit käme man natürlich auch dem Salz aus Hallein und dem Salzbergwerk, der ewigen Grundlage der Halleiner Identität, gerecht. Die Sommerakademie der bildenden Künste auf der Pernerinsel sind bereits eine wichtige Einrichtung der Stadt, die will man weiter fördern. Ebenso das Freizeitparadies am Dürrnberg mit den Zinkenkogel mit der Sommerrodelbahn und dem Lift. Auch andere Werbeschienen werden vom weitgereisten Motorradfreak angekurbelt. Er kümmert sich um Berichte in Fachmagazinen über Motorradrouten, die natürlich nach Hallein führen sollen. Es gibt aber auch andere brennende Angelegenheiten, die er zu Erledigen gedenkt. Am Autobahnzubringer werde dringend großflächige Werbung für die Halleiner Altstadt notwendig. Nachdem Interspar seine Pforten geöffnet, und wird damit viele neue Kunden zum Halleiner Einkaufzentrum kommen, müssen diese auch für die Altstadt gewonnen werden. |
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