Neue Kurzparkzone auf der Pernerinsel

Der Verkehrsausschuss des Halleiner Stadtparlamentes beschloß dieser Tage eine tiefgreifende Maßnahme: Die Einrichtung einer Kurzparkzonenregelung für die Parkplätze auf der Halleiner Pernerinsel ab 2007.

Aus Hallo - dem Regionalmagazin - vom 27.11.2006 - von Alois Frauenhuber
Die Pernerinsel wäre ein zu wertvoller Parkplatz für tage- und wochenlanges Abstellen von Autos.

Die Entscheidung für eine Kurzparkzonenregelung auf den Parkplätzen der Pernerinsel, dem großen Salinenparkplatz und am Pfleggarten beim Kaufhaus Billa ist eine der einschneidendsten Maßnahmen im Halleiner Verkehrskonzept seit Einführung der Fußgängerzone und der verkehrsberuhigten Zonen in der Halleiner Altstadt. Damals war die Auswirkung auf das Halleiner Stadtgeschehen enorm. Besucher, Kunden, Gäste der Stadt blieben schlagartig weg. War man schließlich Jahre lang gewohnt, in der Altstadt im Kreis zu fahren, um eine freie Parknische zu entdecken. Aber immerhin. Man durfte wenigstens mit dem Auto in die Stadt. Am 23. November 1993 war dann mit der Durchfahrtssperre über die Raitenaustraße endgültig Schluss mit lustig. Tapfere Stadtpolizisten mussten sich der „uneinsichtigen“ Bevölkerung stellen und ihr den Weg durch das Zentrum der Keltenstadt versperren. Die Maßnahme wurde zwar später zurückgenommen, die Radikalkur hatte jedoch bereits ihre Spuren hinterlassen.

Wie wird sich die neue Kurzparkzone ab 2007 auf die Frequenz in der Stadt auswirken? Derzeit stehen eine Menge Autos oft tagelang unbenutzt am selben Platz herum. Für Kurzzeitnutzer gibt es dadurch oft keine freien Stellflächen.

Bürgermeister Stöckl ist von der positiven Wirkung der Maßnahme überzeugt. „Die Pernerinsel ist ein wertvoller Parkplatz“, meint Stöckl. Der soll wirtschaftsfreundlicher sein, und von mehr Besucher und Kunden der Stadt genutzt werden können.

Wir probieren das jetzt, und sammeln erst mal Erfahrung, sagt die Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Erika Schnöll. Die derzeitige Situation wäre nicht im Sinne Halleins. Sie will aber einen peripheren Bereich für die tagsüber in der Stadt Beschäftigte frei belassen.

Den letzten Anlauf zur flächendeckenden Regulierung des ruhenden Verkehrs in der Stadt Hallein gab es im Jahr 1994. Mit einer Schrankenanlage und beschränkter Parkzeit, sollte damals die Pernerinsel in ein elektronisches Verkehrsleitsystem einbezogen werden, um alle freien Standplätze laufend für das Leitsystem zu erfassen. Im Gegenzug sollte eine sehr geringe Parkgebühr erhoben werden. Schrankenanlage und Parkgebühr sind bei der neuen Regelung nicht vorgesehen.


Die Halleiner Parkgaragengesellschaft ist für die Abwicklung des gesamten ruhenden Verkehrs in den Gebührenzonen der Stadt Hallein zuständig. Für die Parkautomaten und Parkgaragen. Der Aufsichtsrat beschloß bereits die Übernahme der Abwicklung für die neue Gebührenzone Pernerinsel. Der darauf folgende Beschluß des Verkehrsausschußes erfolgte einstimmig.

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Ergibt das einen Sinn, die Parkplätze auf der Halleiner Pernerinsel zu Kurzparkzonen zu erklären. Die Stadt meint ja. Wenn man sich umhört, die Bevölkerung findet das gar nicht so gut.

Schade eigentlich, man müsste die Möglichleiten, die sich daraus ergäben einmal genau abwiegen. Fest steht, dass der Platz zu einem nicht geringen Teil von Dauerparkern genutzt wid.

Das sind einmal die „Tagesparker“. Leute die früh am Morgen von Auswärts kommen, in der Stadt arbeiten, und abends wieder von dannen ziehen. Oder selbige, die ihr Auto hier abstellen, und beispielsweise in Fahrgemeinschaften und dergleichen ihren Weg weiter fortsetzen. Die Pernerinsel ist dabei so viel wie ein günstiger Park+Ride - Platz. Dann sind da noch die Fahrzeuge jener Leute die privat keine Abstellmöglichkeit zur Verfügung haben. Die müssen schließlich ja auch wo ihren Wagen abstellen können.

Dann kommt die große Gruppe jener, die in der Stadt was zu erledigen haben oder Einkäufe tätigen. Und die haben es oft richtig schwer. Da ist natürlich unter Tags oft wirklich kein Platz mehr frei für Besucher, Kunden und Gäste der Stadt. Die Parkplätze im zentralen Bereich sind knapp und kosten. Findet man nach langem Suchen doch einen, stellt sich die Frage, ob das dazu angetan ist, dass die Leute das nächste Mal auch wieder kommen. Schließlich muss nicht jeder gleich unbedingt nach Hallein. Auch wenn die Stadt noch so schön ist.

Alois Frauenhuber, Hallo, das Regionalmagazin