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Am 17. September fand in St. Koloman die erste Verhandlung zum geplanten Steinbruch auf dem Sommereggriedl im Tauglboden statt. Das Regionalmagazin sprach mit Betreiber Matthias Rettenbacher, Gastwirt und Erdbewegungsunternehmer in St. Koloman.
Beim Wegebau für die Bundesforste auf dem Sommereggriedl entdeckte ich dort im Jahr 2006 den Kalkbruch-Werkstein. Dieser hochwertige Stein ist für naturnahe Hangverbauungen sehr gefragt. Also holte ich von den Österreichischen Bundesforsten, dem Grundbesitzer, die erforderliche Abbau-Zustimmung ein. Was sagte die Gemeinde dazumal zu ihren Plänen? Er würde zwar nicht „Hurra” rufen, meinte der damalige Bürgermeister Christian Struber zu meinem Ansinnen, doch die Gemeinde würde Arbeitsplätze brauchen, und durch dieses Projekt würde die Tauglbodenstraße endlich ausgebaut. Sollte ich die behördliche Genehmigung bekommen, werde die Gemeinde St. Koloman keine Einwände erheben. Im August 2007 reichte ich mein Ansuchen bei der Bezirkshauptmannschaft Hallein ein. Bei einer Sprengelversammlung in der Sommerau konnte ich das Projekt öffentlich vorstellen. Warum wollen Sie das Projekt trotz der Widerstände verwirklichen? Die Gemeinde St. Koloman hat sich bis Ende 2008 nie gegen das Projekt geäußert. Zum Zeitpunkt des Umschwenkens der Gemeinde hatte ich schon sehr viel investiert, und deshalb war ein Ausstieg aus dem Projekt nicht mehr sinnvoll. Der Standort für einen Steinbruch ist ideal, da er sich mitten im Wald befindet, im Umkreis von 800 Meter gibt es keine Anrainer. Wie werden Sie weiter vorgehen? Ich bin kein Mensch der schnell aufgibt, man kann es nicht jedem Recht machen. Ich werde weiterkämpfen, solange es geht. Zuerst warte ich das Ergebnis der Verhandlung ab. Ich glaube die Taktik meiner Gegner ist es, das Projekt so teuer zu machen, dass ich freiwillig aufgebe. So wird zum Beispiel vorgeschrieben, dass Trinkwasser vorhanden sein muss, ein Baustellen WC wird nicht erlaubt! Würden Sie der Gemeinde und den Anrainern entgegenkommen? Ich habe angeboten, auf den Samstag-Betrieb zu verzichten und mich auf maximal 12 Fuhren pro Tag zu beschränken. Dieses Angebot wurde abgelehnt. Ich habe mich bereit erklärt, an den Kosten des geplanten und teilweise erfolgten Ausbau der Tauglbodenstraße zu beteiligen, und sämtliche Mehrkosten eines erhöhten Sanierungsaufwandes zu übernehmen. Zurzeit wird auf der bis 16 Tonnen beschränkten Tauglbodenstraße der Schwertransport durch Bautätigkeiten und Holzabtransport von der Gemeinde bis zu 50 Tonnen toleriert. Tatsache ist, dass auf einer öffentlichen Straße jeder das gleiche Recht hat. Welche Vorteile sehen sie bei einer Verwirklichung ihres Projektes Meiner Meinung nach würde die Gemeinde und viele andere vom Steinbruch profitieren. Für jede Tonne Steine ist ja Naturschutzabgabe zu entrichten. Außerdem möchte ich ein Komplettservice anbieten. Vom Abbau und der Lieferung, bis zum der Versetzen der Steine. Dadurch würden in St. Koloman zirka 10 neue Arbeitsplätze entstehen. Wirkt sich die Sache auf ihren Wirtshausbetrieb aus? Für mich sind Gasthaus und Steinbruch zwei verschiedene Dinge. Aber zur Zeit meiden manche Leute das Gasthaus.
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