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Die Gründungsversammlung des neuen Vereins „GEMEINSAM FÜR HALLEIN“ fand am 24. Jänner 2011 statt. Die Vorarbeiten sind abgeschlossen. Jetzt soll die Bezirkshauptstadt Hallein noch lebendiger und lebenswerter werden und damit den Stellenwert bekommen, den dieses historische Kleinod verdient. Zauberwort Stadtmarketing Die Entwicklung einer Stadt sollte man heutzutage nicht einfach sich selber überlassen. Die Stadt Hallein will jetzt aktiv dem Sterben der Innenstadt entgegenwirken. Mit neuen Mitteln und Wegen ein neues Selbstverständnis, eine definierbare Identität herstellen. Hallein will keine weiteren Geschäfte verlieren. Will sich im Wettkampf um Kunden, Kundenakzeptanz und Lebensqualität im Stadtleben bemühen und neue Akzente setzen. Mit dem Zauberwort „Stadtmarketing“ will man den Standort Hallein aufmöbeln und neu positionieren. Der dazu von einer Gruppe initiativer Unternehmer neu gegründete Verein „Gemeinsam für Hallein“ soll die Grundlagen schaffen.
Und das wäre wichtig und notwendig gewesen, sagt Bürgermeister Christian Stöckl. In den letzten Jahren haben viele Geschäfte geschlossen. Zwar hätten viele fleißige Einzelkämpfer gute Arbeit geleistet. Stöckl spricht dabei von den Aktivitäten wie dem „moonlightshopping” oder dem Kelteneuro, der Halleiner Geschenkmünze, einer guten Idee, die sich aber als „echtes“ Zahlungsmittel in den Geschäften noch immer nicht richtig etabliert habe. Und dem Stadtkernfond, ein Fördergeldtopf, der für Geschäfts-Neuansiedelungen zur Verfügung steht, und der dem weiteren absiedeln von Geschäften entgegenwirken sollte. Alles Aktivitäten, die bisher vom Tourismusverband abgewickelt wurden (moonligtshopping, Kelteneuro), und dem Stadtkernfond der Stadtgemeinde mit Unterstützung des Tourismusverbandes. Doch etwas Wirkungsvolles könne nur durch professionelles Stadtmarketing entstehen, ist Stöckl überzeugt. Die Aktivitäten gehören gebündelt, unter einen Hut gebracht. „Es ist niemanden zuzumuten, neben seinem Geschäft, seiner Arbeit, noch diese allgemein nützliche Arbeit zu verrichten”. Doch ganz so glatt verlief die Entwicklung aus den verschiedenen Initiativen zu einem gemeinsamen Verein in den vergangenen Monaten nicht. Von konkurrierenden Gruppen war die Rede, die sich „dann doch zusammengerauft“ haben, wie Insider berichten. Das Stadtoberhaupt ließ nicht locker, führte Gespräche mit dem Marketingexperten und Salzachtaler-Kolumnist Josef Wind. Und weiters kam auch noch der Zufall zu Hilfe: Die Implacement-Stiftung, ein Instrument des AMS zur Umschulung von Fachkräften in Theorie und Praxis, wie sie auch professionelles Stadtmarketing erfordert. Die Stadt Hallein habe mit solchen „Auszubildenden” Kräften bereits gute Erfahrungen. Zum einen im Bereich zur Ausbildung einer Bürokauffrau in der städtischen Buchführung, im Wirtschaftshof, im Pflegebereich des Krankenhauses, und seit Mitte des vergangenen Jahres einen Fachmann in Ausbildung für das Stadtmarketing.
Walter Reschreiter von der Halleiner Opposition (SPÖ) bemängelt, dass „die Diskussion in der Gemeinde rar war! Er wäre in keiner Weise in das aktuelle Geschehen eingebunden gewesen. Findet es jedoch positiv, dass es jetzt eine Geschlossenheit gäbe. Der Stadtmarketingverantwortliche müsse ein guter Kommunikator sein, damit das Beste herauskommen kann. Dass „sie sich endlich zusammengerauft haben”, eine tolle Entwicklung, freut sich der Parteichef”. Reschreiter kritisiert, dass das „Bildungsbürgertum” als erste seinerzeit die Stadt verlassen habe. Es gelte zunächst genau zu erfahren, was die Bewohner der Stadt jetzt erwarten, mit welchem Interesse Besucher in die Stadt kommen. Was sie vorfinden möchten. Findet, dass leider in manchen Geschäften das Angebot nicht passe, und überhaupt „wie die Kunden oft behandelt würden” (Reschreiter nennt Namen). Manche Kaufleute könnten und wollten einfach nicht mithalten, sagt er. Kritisiert, dass außerhalb der Geschäfte im öffentlichen Raum nichts geschehen wäre, die Stadt in den letzten 20 Jahren abgebaut habe. Reschreiter sieht auch andere Probleme in der Stadt. Die kaputte Pflasterung, aber auch die hässlichen neuen Mistkübel, die wie gebrauchte alte Boiler herumstehen. Und die Verkehrsführung, die das undifferenzierte Ein- und Durchfahren in der Stadt zu „verwirrten” Fahrten in die Altstadt locken. Die Autofahrer mangels Logistik nicht in die Tiefgarage führen um einen kurzen Weg danach etwa ein Eis zu konsumieren oder eine kleine Besorgung zu machen. Schon lange auf der Suche nach einem Leitbild Auf die Suche nach einem Leitbild für die Stadt Hallein hat man sich in den letzten Jahrzehnten schon des Öfteren begeben. Und jedes Mal verliefen die Ergebnisse ohne wahrnehmbare Weiterentwicklung im Sand. Und jedes Mal mussten dafür horrende Summe auf den Tisch gelegt werden. Wie zuletzt im Jahr 1999. Jetzt wird gleich in die Praxis investiert, von mutigen Leuten. Mit konkreten Vorstellungen und mit breiter Unterstützung. Frauenhuber |
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