Aus der Regional Zeitung - 29. März 2011 Nr. 04

Die Schnabelkanne kehrt zurück

Als Monument in 300-facher Vergrößerung am Kreisverkehr beim Halleiner Autobahnzubringer

Thomas Pickl hat am Dürrnberg bereits das Keltendorf und umfangreiche Projekte in den Salzwelten realisiert. Vor mehr als einem Jahr hat er mit den ersten Entwürfen, Gestaltungsüberlegungen und Ausführungsvarianten zu arbeiten begonnen. Seitens der Stadt begannen die Bemühungen, für das 50.000 Euro teure Projekt die notwendigen Sponsoren zu finden: Beton Deisl, die Brau AG, das Schuhhaus Gruber, sowie der Diskonter Hofer konnten zur Finanzierung gewonnen werden.


Nach der schmählichen Attacke auf die historische Identität auf der Halleiner Stadtbrücke mit dem „Trampolin-Kunstwerk“ darf nun zu recht gejubelt werden. Die Stadt Hallein hat beschlossen, den Kreisverkehr Bürgermeisterstraße in Hallein mit einem zur Stadt passenden Monument, der keltischen Schnabelkanne vom Dürrnberg, zu versehen. Entwurf und Ausführung kommt von Bildhauer Thomas Pickl (im Bild) aus Puch. Frauenhuber

Hallein bekommt nun ein identitätsstiftendes Monument an den Toren der Stadt, am Kreisverkehr beim Autobahnzubringer. Diesmal sind es keine Frösche oder Papiermühlen. Die riesige Abbildung stellt die berühmte keltische Schnabelkanne dar, wie sie Professor Nora von Watteck im Jahr 1932 bei den Ausgrabungsarbeiten Olivier Kloses am Dürrnberg freilegte.


Bildhauer Thomas Pickl mit der berühmten Schnabelkanne (Abbildung)

Es begann mit einem Gedankenaustausch Bürgermeister Christian Stöckls mit Manfred Deisl, bei dem man auf eine attraktivere Gestaltung am „Tor zur Stadt“ zu reden kam. Stöckl holte sich darauf die Meinung seiner Beamten. Walter Kummerer von der städtischen Liegenschaftsverwaltung und der für die städtischen Grünanlagen zuständige Hans Peter Rittner hatten die Idee mit der Schnabelkanne als historisches Monument. Die wiederum erörterten ihre Vorstellungen mit dem Pucher Bildhauer Thomas Pickl, der mit seiner Erfahrung mit den Kelten am Dürrnberg bald als idealer Partner für die Umsetzung des aufwendigen Werkes gewonnen werden konnte.

Thomas Pickl steht nun am Beginn einer riesigen Arbeitsperiode. Bis zum Sommer sollten alle Details abgeklärt sein. Das Material für die über dem zwei Meter hohen Sockel dominierende, drei Meter große Schnabelkanne wird aus einem Adneter Marmorgranulat mit Bindemittel direkt vor Ort ihn eine Negativ-Schalung eingebracht und soll nach dem Aushärten oberflächenversiegelt werden. Einzelne Teile, wie der überdimensionale Henkel und andere segmentale Extremitäten der Verzierung werden in dafür freigelassene Bereiche eingefügt.

Bürgermeister Stöckl freut sich, dass in Zukunft gleich an der Autobahnzufahrt die Schönheiten der historischen Altstadt, die Kelten und das Salz eindrucksvoll repräsentiert werden.

Der Kreisverkehr am Autobahnzubringer bei der Bürgermeisterstraße, links der Grundriss, in der Mitte mit PKW (rechts) zum Verhältnis, links die monumentale Schnabelkanne.






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Alois Frauenhuber, Herausgeber